Corona stärkt Wunsch nach Wohneigentum – Digitalisierung spielt Käufern in die Hände

75 Prozent aller Deutschen wünschen sich Wohneigentum. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Immobilienverbandes Deutschland IVD. Die Corona-Krise stärkt diesen Wunsch nach den eigenen vier Wänden. „Die Menschen verbringen mehr Zeit in ihren Wohnungen und schätzen die Qualität des Wohneigentums“, erklärt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD. Immer beliebter werden dabei auch Stadtrand und Umland.

„Die Corona-Krise bewirkt ein Umdenken. Durch den Digitalisierungsschub in der Arbeitswelt wird Wohneigentum im Umland attraktiver. Weil dort die Preise günstiger sind als im Zentrum der großen Städte, kommt der Eigentumserwerb für eine größere Zahl an Haushalten in Betracht“. Laut IVD-Umfrage beobachten die IVD-Mitgliedsunternehmen, dass mehr sogenannte Eigennutzer an den Stadtrand oder ins Umland ziehen als in den vergangenen Jahren. Eine wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung spielt die Zunahme an Homeoffice-Modellen, durch die das zeitaufwendige Pendeln entfällt.

Eigentumswohnung oder Haus? – Wohneigentumskarriere frühzeitig planen
Doch auch die Eigentumswohnung in der Stadt bleibt ein nachgefragtes Gut. Für viele Deutsche war das Wohneigentum bislang eine einmalige Investition im Leben. In Zukunft wird aber immer häufiger nicht nur einmal im Leben eine Wohnung erworben, sondern der Wohnungskauf wird den Lebensphasen angepasst. Die Corona-Krise veränderte Lebensgewohnheiten, die weiterhin attraktiven Finanzierungskonditionen bewirken zudem ein Umdenken. Wie in vielen anderen europäischen Ländern längst üblich, werden auch die Deutschen künftig in unterschiedlichen Lebensphasen auf Wohneigentum setzen. Laut Marktprognose des IVD werden viele Deutsche in den kommenden Jahren eine Wohneigentumskarriere machen.

Wer seine Karriere plant, in der Stadt wohnt, erwirbt eher die Eigentumswohnung. Der Trend, dass immer mehr Menschen in die Ballungszentren ziehen, bleibt ebenso ungebrochen. Hier entstehen viele Arbeitsplätze. Unternehmen siedeln sich nach wie vor in den Ballungszentren vermehrt an. Die Bewohner schätzen die hohe Mobilität in der Stadt, die vorhandene Infrastruktur und die kulturellen Möglichkeiten. Der Bedarf an Wohnraum bleibt weiter hoch. Sobald die Karriere auf gutem Weg ist und die Familie zunehmend zum Lebensmittelpunkt wird, gewinnt dann das Eigenheim als Ruhepunkt an Bedeutung, zumal dank Digitalisierung und Homeoffice effizientes Arbeiten auch am Rande der Stadt möglich ist.

Quelle: IVD

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