Wohneigentum ist sicherer Hafen für Privathaushalte

„Wohneigentum ist der sichere Hafen für Privathaushalte – gerade und vor allem auch in Krisenzeiten.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, und macht auf die Bedeutung von Wohneigentum aufmerksam.

„Die finanziellen und psychologischen Folgen der Corona-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen betreffen Eigentümer natürlich auch, aber in deutlich geringerem Maße als Mieter. Wohneigentümer genießen ein höheres Maß an finanzieller und emotionaler Sicherheit als Mieter, obwohl beide in gleichem Maße möglicherweise in diesen Tagen von Kurzarbeit oder Jobverlust bedroht sind. Wohneigentum ist mehr als einfach nur eine Wohn- und Anlageform unter vielen“, so Schick.

Der IVD erläutert in einer neuen Serie von Servicemitteilungen die konkreten Vorteile des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung, wägt dabei auch die Herausforderungen ab. Warum ist Wohneigentum von Vorteil? Wie erwirbt man am besten Wohneigentum? Wie unterhält man Wohneigentum? Diese Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Serie, die in den kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Finanzielle Sicherheit
Selbstnutzer, egal ob sie im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben, sind in mehreren Hinsichten finanziell deutlich besser gestellt als Mieter. So verfügten Haushalte mit Wohneigentum im Jahr 2018, laut der jüngsten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes, durchschnittlich über rund acht Mal so viel Nettovermögen wie Mieterhaushalte. Das Durchschnittsvermögen von Haushalten mit Wohneigentum betrug demnach 330.000 Euro, das von Mieterhaushalten lediglich 40.000 Euro.

In Wohnimmobilien angelegtes Vermögen ist darüber hinaus sehr wertbeständig. Denn Immobilien unterliegen, anders als Aktien, auch in Krisenzeiten selten starken Wertschwankungen. Das gilt besonders für Wohnimmobilien. Der Markt ist nach wie vor von einem strukturellen Nachfrageüberhang geprägt. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Preise wieder steigen werden, wenn das Transaktionsgeschehen wieder Fahrt aufnimmt. Für Bestandseigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert beispielsweise rechnet der IVD in diesem Jahr mit einer Preisdynamik von vier bis fünf Prozent.

Emotionale Sicherheit
Selbstnutzer verfügen auch über mehr und bessere Möglichkeiten, mit den alltäglichen Folgen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen umzugehen. So entsprechen die eigenen vier Wände den konkreten Bedürfnissen der Bewohner meist besser als eine Mietwohnung. Denn häufig investieren Käufer mehr Zeit in die Suche und Auswahl des Objekts. Zudem haben Eigentümer einen größeren Spielraum bei der individuellen Gestaltung und Einrichtung.

Wohneigentum weist im Durchschnitt auch eine höhere Aufenthaltsqualität auf. So verfügten im Jahr 2018 laut Stichprobe des Statistischen Bundesamtes Eigentümerhaushalte im Durchschnitt über 124,5 Quadratmeter Wohnfläche, Mieterhaushalte dagegen nur über 70,5 Quadratmeter.

Schick: „Wohneigentümer sind auf Krisenzeiten besser vorbereitet und können damit einhergehende Schwierigkeiten besser bewältigen. Es lohnt sich daher auch jetzt mit der Wohneigentumsbildung zu starten. Wohneigentum ist erschwinglich. Die Preisdynamik wird sich dieses Jahr auch aufgrund der Corona-Krise weiter abschwächen. Der Zinssatz wird mittelfristig auf dem derzeitigen niedrigen Niveau verharren.“ Der IVD-Präsident verweist zudem auf eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, wonach sich in Deutschland fast überall kaufen mehr lohnt als mieten. Laut IW Köln ist das in 393 von 401 Landkreisen der Fall.

Quelle: Immobilienverband IVD Bundesverband e.V

Das könnte Sie auch Interessieren

Ein Paar steht mit verschränkten Armen Rücken an Rücken in einer gemeinsamen Wohnung und blickt in entgegengesetzte Richtungen – sinnbildlich für eine Trennung ohne Trauschein.
Gemeinsame Immobilie nach der Trennung: So finden unverheiratete Paare eine faire Lösung

Viele Paare entscheiden sich heute dafür, gemeinsam ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, ohne verheiratet zu sein. Solange die Beziehung besteht, spielt das oft kaum eine Rolle. Kommt es jedoch zur Trennung, zeigt sich schnell, dass für unverheiratete Eigentümer andere Rahmenbedingungen gelten als für Ehepaare. Eine automatische Vermögensaufteilung gibt es nicht. Um finanzielle Nachteile…

weiterlesen...
Helles, teilweise geräumtes Wohnzimmer mit Umzugskartons und persönlichen Erinnerungsstücken als Symbol für eine Haushaltsauflösung nach einer Erbschaft.
Geerbte Immobilie räumen: So bereiten Sie das Haus optimal auf den Verkauf vor

Nach einem Todesfall stehen Erben häufig nicht nur vor wichtigen rechtlichen und finanziellen Entscheidungen, sondern auch vor einer sehr persönlichen Aufgabe: Der Haushalt des Verstorbenen muss aufgelöst werden. Möbel, Fotos, Dokumente und persönliche Erinnerungsstücke machen das Räumen emotional anspruchsvoll. Gleichzeitig kann eine gut vorbereitete und übersichtlich präsentierte Immobilie den späteren Verkauf deutlich erleichtern. Mit einer…

weiterlesen...
Zwei unterschiedlich hohe Münzstapel auf einer Holzwippe symbolisieren den finanziellen Ausgleich durch eine Zwischenfinanzierung. I Zwischenfinanzierung
Erst das neue Zuhause sichern, dann die alte Immobilie verkaufen

Die passende neue Immobilie ist gefunden, doch das bisherige Eigenheim wartet noch auf einen Käufer. Für viele Eigentümer entsteht damit eine schwierige Übergangsphase, denn Kaufpreis, Nebenkosten und laufende Verpflichtungen müssen zeitweise parallel getragen werden. Eine Zwischenfinanzierung kann diese Lücke schließen und den Umzug ermöglichen, ohne dass der Verkauf unter unnötigem Zeitdruck erfolgt. Entscheidend ist jedoch…

weiterlesen...